Aktuelles

Kinderakademie Gesundheit 2017

Der Jahrgang 5 besucht die Stiftung Herz in Mainz


Ganzheitliches Lernen ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts unserer Schule. In der Orientierungsstufe bezieht sich dies verstärkt auf den gesundheitlichen Bereich der Schüler.

In unserem Konzept ist folgendes Gesundheitsprogramm verankert:

 

Für den Jahrgang 5:

  • gesundes Frühstück im Rahmen der Integrationstage
  • Projekt „Ernährung – Bewegung – Gesundheit“
  • Wandertag zur Alla-Hopp-Anlage
  • Unterrichtsgang zur Kinderakademie Gesundheit Mainz
  • Vortrag/Beratung durch Ernährungsexperten der AOK

 Für den Jahrgang 6:

  •  Informationsveranstaltung „Ohne Kippe“, Thoraxklinik

 Für den Jahrgang 7:

  • Sportprojekt
  • Klassenfahrt mit Schwerpunkt Selbstversorgung

 

Uns ist es wichtig, dass die Schüler eigenverantwortlich mit ihrer Gesundheit umgehen und für deren Erhalt sorgen. Unser Ziel ist es, die Jugendlichen vor Gefahren für die Gesundheit zu schützen.

Am 31. Mai 2017 konnte die Klasse 5c hierzu viel Praktisches und Informatives durch die Kinderakademie der Herzstiftung Mainz in der Opel-Arena erfahren. Am Anfang des Jahres hatten wir uns für die Ver­anstaltung beworben und waren aus über 100 Schulen ausgelost worden.

Schwerpunkt dieser Veranstaltung war das Thema Rauchen, in der die Schülerinnen und Schüler wichtige Informationen erhielten, von denen einige hier genannt werden.

 

In Deutschland rauchen ca. 25% der Erwachsenen. Die meisten davon wurden zwischen 14 und 16 Jahren nikotinabhängig. Die Zigarettenindustrie hat es besonders auf neue Kunden, also auf Kinder und Ju­gend­liche abgesehen. Kinder, die Schokoladenzigaretten rauchen, sind doppelt so anfällig, später richtige Zi­garetten zu rauchen. In England werden z. B. Zigarettenautomaten als Jugendschutzmaßnahmen ver­bo­ten. In Deutschland hingegen hängen 350.000 von insgesamt einer Million Zigarettenautomaten in Europa. D. h. jeder dritte Automat hängt in Deutschland, oft in unmittelbarer Nähe zu einem Kau­gummi­auto­maten.

Ein großer Appell geht auch an die Eltern, nicht in der Gegenwart ihrer Kinder zu rauchen. Passivrauchen ist extrem schädlich und die Kinder haben keine Wahl, sondern müssen mitrauchen.

Weltweit gibt es jährlich sechs Millionen Tote durch Tabakkonsum, alle fünf Minuten stirbt ein Mensch in Deutschland an den Folgen. Lungenkrebs bei Frauen nimmt weiter zu, wodurch mehr Frauen an Lungen­krebs als an Brustkrebs sterben.

Auch auf die Frage, ob E-Zigaretten weniger giftig sind, wurde eingegangen. Da es noch keine Lang­zeit­studien gibt, ist dies noch nicht umfassend zu beantworten. Fest steht jedoch, dass dies eine Ein­stiegs­dro­ge für richtige Zigaretten ist und sie nicht ihren ursprünglichen Zweck erfüllt, den Rauchern den Ausstieg zu erleichtern.

Einmal Shisha-Rauchen ist genauso giftig  wie 20 bis 30 Zigaretten zu rauchen, da diese nur mit ca. 400°C glüht, im Gegensatz zu Zigaretten, die mit 1000°C glühen.

 

Und hier die Rückmeldung einiger Schülerinnen und Schüler der Klasse 5c:

 

Leon: Ich fand gut, dass die Leute uns erklärt haben, was am Rauchen so schlecht ist. Das Wiederbeleben war sehr nützlich, weil man das gleich alles machen kann, wenn z. B. Verwandte umfallen.

 

Kathrin: Als wir ankamen, sah ich viele Stationen und ein Herz. Ca. eine halbe Stunde später wurden wir übers Rauchen und über Wiederbelebung informiert. […] Wir haben sehr viel gelernt.

 

Lena: Eine sehr wichtige Information war für mich, dass eine Zigarette das Leben um 30 Minuten verkürzt. Also: wenn man 20 Zigaretten rauch, wird das Leben um 10 Stunden verkürzt.

 

Roman: Am tollsten fand ich, dass wir in die Umkleidekabinen der Spieler durften. Mir hat es auch gefallen, dass wir Wiederbelebungsmaßnahmen ausprobieren durften.

 

Vivien: Die Vorträge waren lehrreich und interessant. Die Herz-Kreislauf-Spiele waren schön.

 

Jonas: Die Erklärung über das Rauchen war gut, um Kinder und Jugendliche vom Rauchen abzuhalten. Es war interessant, einmal zu erfahren, wie man einen Menschen wiederbeleben kann.

 

Mariella: Ich habe sehr viel gelernt. Die Bilder auf den Zigarettenschachteln fand ich total eklig. Deswegen würde ich nie rauchen und es auch nicht ausprobieren. Die Stationen zum Herzen fand ich interessant.

Ulrike Fußer, Stufenleiterin des Jahrgangs 5