Konzept

1. Die Integrierte Gesamtschule Mutterstadt stellt sich vor

Die Integrierte Gesamtschule Mutterstadt hat das Ziel, gemeinsames Lernen und individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit unterschiedlichen Voraussetzungen, Begabungen und Fähigkeiten zu verwirklichen. Lehrerinnen, Lehrer und Eltern begleiten, unterstützen und beraten das Kind, so dass es befähigt ist, erfolgreich einen der folgenden Abschlüsse zu erreichen:

  • die Berufsreife (bisheriger Hauptschulabschluss) nach Klasse 9 
  • den Qualifizierten Sekundarabschluss I (bisheriger Realschulabschluss) nach Klasse 10 
  • den schulischen Teil der Fachhochschule nach Klasse 12
  • die allgemeine Hochschulreife nach Klasse 13

 

Unsere Schule ist in der Gemeinde Mutterstadt mit ihren 13000 Einwohnern die einzige weiterführende Schule nach Klasse 4 und besteht seit 1993. Ihr Einzugsbereich ist überwiegend der Rhein-Pfalz-Kreis, der auch Schulträger ist.

Anmeldung und Aufnahme sind in der Regel möglich für Schülerinnen und Schüler, die die Jahrgangsstufe 5 oder 11 besuchen wollen.

 

 

Die Schule umfasst die Jahrgänge 5 bis 13. In den Klassen 5 bis 10 (Sekundarstufe I) werden pro Jahrgang jeweils 116 Schülerinnen und Schüler (ca. 100 in Klasse 10) in vier Klassen unterrichtet. Die gymnasiale Oberstufe umfasst pro Jahrgang etwa 75 Schülerinnen und Schüler.

 

Die circa 870 Schülerinnen und Schüler werden von etwa 85 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

2. Der pädagogische Rahmen unserer Schule

2.1 Gemeinsames Lernen in einer Teamschule

"Wenn einer alleine träumt, so bleibt es nur ein Traum.
Wenn viele gemeinsam träumen, so ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit."

 

Helder Camara, 1989

 

Grundgedanke einer Teamschule ist, dass innerhalb der großen Schule kleinere Einheiten, also Teams, gebildet werden, die Raum lassen für Beziehungen und eigenverantwortliches Handeln von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern.

In unserer Schule gibt es sieben Teams, dies sind die sechs Teams eines jeden Jahrgangs der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 10) und das Team der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufen 11 bis 13).

 

Jede Klasse der Sekundarstufe I wird von zwei Lehrkräften betreut; wir nennen sie Tutoren. Die acht Tutoren eines Jahrgangs bilden mit ihren vier Klassen ein Team. Die vier Klassenräume eines Jahrgangs, der zugehörige Lehrerteamraum sowie ein weiterer Kursraum liegen räumlich beieinander und bilden somit einen Heimatbereich, in dem sich die Kinder wohl fühlen können. Durch die räumliche Nähe können sich Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrerinnen und Lehrer ständig begegnen. Somit ist eine intensive Betreuung möglich.

 

Innerhalb einer Klasse gibt es Tischgruppen von vier bis sechs Schülerinnen und Schülern, die in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten sehr unterschiedlich sind. Die Kinder lernen, sich gegenseitig zu helfen, Konflikte zu bearbeiten, einander tolerant zu begegnen und sich zu akzeptieren. Unterschiedliche Fähigkeiten und Neigungen können sich so ergänzen und Anerkennung erfahren.

 

Gemeinsames Lernen

Soziales Miteinander ist von Anfang an ein wichtiges Lernziel. So werden zum Beispiel in den ersten Wochen die Themen  "Wir richten uns ein", "Wir werden eine Klasse, die Teil der Schulgemeinschaft ist", und "Wir arbeiten zusammen" intensiv in das Unterrichtsgeschehen eingebettet. Die Schülerinnen und Schüler gestalten ihre Lernumgebung.

 

Das Patenmodell 10 für 5 unterstützt die Förderung des sozialen Miteinanders für die neuen Klassen 5 von Anfang an. SchülerInnen aus den 10. Klassen sind für ein Jahr Paten der SchülerInnen der Klassen 5.

 

Im Rahmen des sozialen Lernens kommt dem Klassenrat eine besondere Bedeutung zu. Diese Stunde ist im Stundenplan fest verankert. Als Leitziele für den Klassenrat gelten:

  • Das Selbstbewusstsein stärken
  • Selbstständigkeit zeigen und Verantwortung übernehmen
  • Demokratisches Verhalten üben

Im Laufe der Woche können Schülerinnen und Schüler Zettel an eine Pinnwand im Klassenraum hängen, auf denen z. B. steht:  "Mir gefällt ..., mir gefällt nicht ..., ich wünsche mir ..., darüber müssen wir reden ...". Eine Schülerin und ein Schüler leiten diese Stunde. Anhand der Aushänge legen sie die Tagesordnung fest, leiten die Diskussion und fassen Ergebnisse zusammen.

 

In den Klassenstufen 5 und 6 unterstützen Programme zur Primärprävention die oben aufgeführten Ziele des Klassenrates.

Auch die Klassen- und Studienfahrten in den Jahrgangsstufen 5, 7, 10 und 12, welche zum Schulkonzept gehören und für die Teilnahmepflicht besteht, dienen der Stärkung der Teamentwicklung und stehen je nach Jahrgang unter einem bestimmten Motto.

 

Das Lehrerteam begleitet in der Regel den Jahrgang bis zum Abschluss der Sekundarstufe I und deckt auch soweit wie möglich den Fachunterricht in einem Jahrgang ab. Die einzelnen Lehrerteams kommen regelmäßig in Teamkonferenzen zusammen, um über ihre Arbeit zu beraten, zu planen und pädagogische Absprachen zu vereinbaren.

 

Durch die Teambildung erfolgt eine Dezentralisierung der großen Schule in kleinere Einheiten, die die Möglichkeit bietet, bei Entscheidungen möglichst viele zu beteiligen und die Verantwortungsbereitschaft für sich und die Schulgemeinschaft zu stärken.

Das Team bietet also Lernenden und Lehrenden ein überschaubares gemeinsam zu gestaltendes Handlungsfeld, in dem über Jahre Bindungen wachsen können. Ein vertrauensvolles Arbeitsklima geprägt von gegenseitiger Akzeptanz und Wertschätzung ist unser Ziel.

Mit Unterschieden lernen

2.2 Mit Unterschieden leben – Individuelle Förderung

In unseren Klassen treffen Kinder mit unterschiedlichen Neigungen, Fähigkeiten und Begabungen, aber auch unterschiedlicher Herkunft und Sozialisation aufeinander. Dieser Integrationsgedanke ist Programm von Gesamtschule, das heißt: "Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern einer Lerngruppe – ob im Alter, der Leistungsfähigkeit, der ethnischen Herkunft – gelten als normal, sie werden als pädagogische Aufgabe gesehen, und zugleich als Chance und Bereicherung bewertet. Mit einer solchen Position, mit einer "Pädagogik der Vielfalt" (vgl. z. B. Prengel 1993) verknüpft sich stets die Forderung, dass der Unterricht bewusst auf die Heterogenität der Schülerinnen und Schüler eingehen müsse: durch Methodenvielfalt, durch Binnendifferenzierung, durch individualisiertes Lernen."

Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann, Symposium - didacta Köln 2007

 

Differenzierung heißt, Lernprozesse so zu organisieren, dass jeder Schüler Lernmöglichkeiten, Lernanregungen und Lernhilfen findet, um den Anforderungen erfolgreich zu genügen.

 

 

2.2.1 Innere Differenzierung

 

Innere Differenzierung berücksichtigt innerhalb einer Klasse/Lerngruppe die verschiedenen Begabungen, Reifungs- und Leistungsgrade der Schülerinnen und Schüler, um auf dieser Grundlage einen gemeinsamen Fundus an Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten zu vermitteln und gleichzeitig ausreichend Raum für ein interessenbezogenes, individuelles Lernen zur Verfügung zu stellen.

 

Innere Differenzierung kann nach unterschiedlichen inhaltlichen Anforderungen erfolgen. Dies heißt, die Schülerinnen und Schüler einer Klasse oder Lerngruppe müssen nicht alle die gleichen Lernziele erreichen. Neben den Grundanforderungen, die für alle verbindlich sind, erhalten verschiedene Schülerinnen oder Schüler unterschiedliche erweiterte Anforderungen. Lernmaterialien sowie Aufgabenstellungen mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und stofflichem Umfang, die zur Auswahl stehen, sollen jedem Kind vermehrt Raum bieten, das zu leisten, was es leisten kann.

 

Innere Differenzierung heißt auch, dass unterschiedliche Zugangsweisen zu einem Thema möglich sind. Dies kann sich auf der konkret-anschaulichen Ebene vollziehen, zum Beispiel durch audiovisuelle Medien, Spiele, konkrete Objekte, Werkaufgaben oder auf der eher abstrakten Ebene durch Textanalyse, Beweisverfahren oder Formeln.

 

Innere Differenzierung erfolgt auch durch unterschiedliche Sozialformen im Unterricht. In Partner- und Gruppenarbeit erleben und begreifen die Schülerinnen und Schüler ihre Unterschiedlichkeit als konstruktives Element der Kooperation. In Einzelarbeit können sie ihren Lernweg, ihr Lerntempo bestimmen, in Frontalphasen werden Informationen vermittelt, Aufgabenstellungen erläutert, Ergebnisse vorgestellt.

 

Innere Differenzierung schließt ein, dass sich Schüler auch nach Interesse und Neigung für ein bestimmtes Thema entscheiden können.

 

 

2.2.2 Individualisierter Unterricht durch offene Unterrichtsformen

 

Individuelle Förderung schließt mit ein, dass Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts zur gleichen Zeit unterschiedliche Dinge tun können. Offene Unterrichtsformen wie Planarbeit, Freiarbeit, Stationenarbeit, Computerarbeit, ... bieten Freiräume, so dass die individuelle Ausgangslage der Lernenden berücksichtigt werden kann.

 

In einem schriftlich festgehaltenen Arbeitsplan ist ein Lern- und Arbeitspensum innerhalb eines festgelegten Zeitraums abzuarbeiten, z. B. für eine Doppelstunde in Physik oder Gesellschaftslehre. Die Schülerin/der Schüler kann je nach Aufgabenstellung die Sozialform, die Methode, den Schwierigkeitsgrad und die Reihenfolge frei wählen.

 

Für einige Schüler/innen können individuell zugeschnittene Förderpläne erstellt werden je nach dem, ob besondere Stärken gefördert werden sollen oder aber auch Defizite aufgearbeitet werden müssen.

 

In einem Wochenplan/Arbeitsplan erhält die Schülerin/der Schüler mehrere Aufgaben, die sie/er innerhalb einer Woche/eines vereinbarten Zeitraums in der Schule und zu Hause selbstständig zu bearbeiten hat.
Ein Wochenplan setzt sich meist aus zwei Teilen zusammen. Es gibt einen Pflichtteil, der auf jeden Fall zu erledigen ist und einen Kürteil mit Wahlaufgaben, aus dem man sich eine oder mehrere Aufgaben aussuchen kann oder muss. Der Wochenplan enthält Aufgaben unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades.
Das Lernen wird somit in die Hände der Schülerinnen und Schüler gelegt, jede Schülerin und jeder Schüler kann entscheiden, wann sie bzw. er welche Aufgabe macht und wieviel Zeit sie bzw. er dafür braucht. Sie können eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen. Lernwege und Lernumwege werden sichtbar, Lernschwierigkeiten können behoben und Lernfortschritte ermittelt werden.
Durch Selbst- und Partnerkontrolle sowie gegenseitiges Helfen lernen Schülerinnen und Schüler sich und andere einzuschätzen. Der Lehrer kann einzelne Schülerinnen und Schüler intensiver betreuen.

 

Bei der Stationenarbeit erstellt der Lehrer/die Lehrerin themendifferenzierte Aufgaben mit Materialien und Arbeitsanleitungen. Die Stationenarbeit ist oft eng gebunden an die Lerninhalte und Lernziele in Anlehnung an den Lehrplan. Allerdings bietet Stationenarbeit ausreichende Offenheit bei der Wahl der Sozialformen, der methodischen Möglichkeiten und der Medien, um den unterschiedlichen Fähigkeiten der Kinder gerecht zu werden. So können alle oder auch nur einige Stationen verpflichtend sein. Innerhalb einer Station können Aufgaben eher offen oder geschlossen sein. Die Schülerinnen und Schüler wenden verschiedene Arbeitstechniken an; Selbstständigkeit und Sozialverhalten können entwickelt werden.

 

Die Freiarbeit

  • Die Schülerinnen und Schüler können individuell üben und dabei entsprechendes Übungsmaterial auswählen.
  • Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an einem Unterrichtsthema weiter und vertiefen es selbstständig nach individuellem Interesse.
  • Schneller arbeitende Schülerinnen und Schüler nutzen Arbeitsmöglichkeiten nach freier Wahl.
  • Die Schülerinnen und Schüler arbeiten selbstständig allein oder in Gruppen an einem selbstgewählten Thema. 
  • Die Schülerinnen und Schüler setzen sich selbst ein Ziel, was sie lernen und arbeiten wollen. Sie müssen sich Gedanken über ihre Vorgehensweise machen, wie sie sich Informationen beschaffen, welche Hilfsmittel sie nutzen können, wie sie Ergebnisse präsentieren wollen. Sie lernen somit, selbstständig zu arbeiten, eine Arbeit durchzuhalten und das selbst gesetzte Ziel zu erreichen.

 

Freiarbeit, Wochenplan, Stationenlernen fördern die Schülerinnen und Schüler darin, nicht nur Fachkompetenz, sondern auch Methoden- und Sozialkompetenz zu erwerben.

 

Um die Schülerinnen und Schüler mit diesen offenen Unterrichtsformen vertraut zu machen, werden in der Orientierungsstufe einzelne Unterrichtsstunden in Deutsch, Mathematik, Englisch oder Projekt doppelt besetzt. In diesen Stunden werden die Schülerinnen und Schüler von zwei Lehrkräften betreut, so dass Schülerinnen oder Schüler gezielt gefördert werden können. So kann die Lehrkraft den Lernprozess ihrer Schülerinnen und Schüler besser beobachten.

 

In den Klassen 5/6 werden nicht nur in Fachstunden, sondern auch in einer gesondert ausgewiesenen Stunde im Stundenplan, dem Methodentraining, viele Lernprozesse initiiert und unterstützt. Diese Wochenstunde wird von den beiden Tutoren einer Klasse betreut. Verschiedene Arbeitsmethoden, die für jeden Fachunterricht notwendig sind, werden trainiert, wie zum Beispiel aktives Zuhören, Gesprächsregeln, Fakten pauken, Informationen beschaffen.

 

In dieser Methodentrainingsstunde ist in Klasse 5 die Lese- und Rechtschreibförderung von großer Bedeutung. Die Kinder in der 5. Klasse sind in ihrer Lesefähigkeit sehr unterschiedlich. Es gibt Kinder, die bei unbekannten Wörtern Silbe für Silbe lesen, andere lesen bekannte  Texte flüssig, wieder andere können unbekannte Texte flüssig und mit Betonung lesen. Ähnliche Unterschiede gibt es auch beim Verstehen von Texten. Im Methodentraining stehen für zwei Klassen vier Lehrer/innen zur Verfügung, die für die Kinder je nach Lese- und Rechtschreibkompetenz unterschiedliche Angebote machen. Somit können wir auch kleinere Gruppen bilden. Im Fachunterricht werden die eingeübten Lesetrainingsmethoden angewandt.

 

Durch gemeinsame Gespräche, Interaktions- und Rollenspiele wird die Kommunikation gefördert, die für die Zusammenarbeit in den Fachstunden notwendig ist. Die Methodentrainingsstunde kann somit auch als Bindeglied zwischen den Fächern verstanden werden. 

 

In den weiterführenden Jahrgangsstufen gibt es verbindliche Methodentrainingstage nach den Sommerferien und nach den Osterferien.

2.2.3 Selbstständiges Arbeiten – Lernstrategien

 

Offene innere Unterrichtsformen und Differenzierung haben zum Ziel, dass Schritt für Schritt elementare Lern- und Arbeitstechniken bei Schülerinnen und Schülern entwickelt werden, die eigenverantwortliches Lernen und Selbstständigkeit aufbauen. Ziel ist es, eine Schülerin/einen Schüler in die Lage zu versetzen, Aufgabenstellungen selbstständig - alleine oder im Team -, zielorientiert und fachlich richtig zu bearbeiten und das Ergebnis darzustellen und zu beurteilen. Dabei sollen Freiräume in der Vorgehensweise genutzt werden können.

 

Um die Ziele zu erreichen müssen wir die Schüler/innen in folgenden Bereichen qualifizieren:

 

1. Methodenkompetenz

Hier sind eine Vielzahl von Fähigkeiten angesprochen wie zum Beispiel Heftführung, Mappen übersichtlich anordnen, Umgang mit Materialien, Informationsträger nutzen, Stichwortprotokolle anfertigen ...

 

2. Teamfähigkeit 

Dazu sind erforderlich: Partner- und Gruppenarbeit, Zusammenarbeit und Selbstorganisation in Gruppen, Umgang mit Konflikten, Rollen und Funktionen, Verantwortung übernehmen ...

 

3. Kommunikationsfähigkeit

Die kommunikativen Fähigkeiten, die Schüler/innen später brauchen, sind vielseitig wie z. B. freies Sprechen, aktives Zuhören, Berichten, Argumentieren, Diskussionen leiten können, eine Rede halten, Kritisieren ...

 

Um die Schülerinnen in oben genannten Bereichen zu fördern, sind folgende Rahmenbedingungen geschaffen.

 

I. Trainingstage

In allen Klassenstufen finden zu Beginn des Schuljahres und nach den Osterferien Trainingstage statt. Für jeden Jahrgang gibt es Schwerpunkte, die von den Lehrerteams entsprechend vorbereitet werden.

 

II. Besondere Stunden im Wochenplan der Schüler/innen

Methodentraining in den Klassenstufen 5 und 6

In den Klassenstufen 5 und 6 haben beide Tutoren eine Wochenstunde mit ihrer Klasse, um die in den Trainingstagen gelernten Methoden zu vertiefen und zu ergänzen.

Darüber hinaus sind wichtige Ziele die Partner- und Gruppenarbeit sowie Arbeitstechniken wie z. B. Heftgestaltung, Ausschneiden, Aufkleben, Zusammenfügen ...

 

Klassenratsstunden

In den Jahrgängen 5 bis 11 haben alle Klassen pro Woche eine Klassenratsstunde. Hier werden Konflikte thematisiert, Problemlösungsstrategien entwickelt, Diskussionsleitung und Argumentieren geübt, was bedeutet, dass vor allem kommunikative Kompetenzen und Teamfähigkeit gefördert werden.

 

Projektstunden

Im Fach Projekt werden nach der Projektmethode verschiedene Themen bearbeitet und benotet. In den einzelnen Jahrgängen werden unterschiedliche thematische Schwerpunkte gesetzt, z. B. Berufsorientierung in Jahrgang 8.

 

III. Fachstunden

Die in den Trainingstagen angebahnten Fähigkeiten sollen auch im Fachunterricht jeweils Schwerpunkte des methodischen Trainings sein. Darüber hinaus legen die Fachkonferenzen in ihren Jahresplänen methodische Schwerpunkte fest, z. B. in den Stufen 5 und 6 im naturwissenschaftlichen Unterricht, indem Informationen beschafft und ausgewertet werden und sinnerfassendes Lesen geübt wird.

 

IV. Besondere Vorhaben

In der Jahrgangsstufe 11 werden in jeweils vier Doppelstunden im Laufe des ersten Halbjahres folgende Trainingseinheiten pro Profil durchgeführt:

  • Moderation
  • Visualisierung 
  • Präsentation 

Die Klassen- und Studienfahrten in 5, 7, 10 und 12 stehen unter einem bestimmten Motto, das oben genannte Kompetenzen unterstützt:

Jg  5Integrationsfahrt – Wir lernen uns kennen
Jg  7Wir sind selbstständig – Unterbringung in einem Selbstversorgerhaus, Erlebnispädagogik
Jg 10Studienfahrt Berlin – gemeinsam erkunden - Politik, Geschichte, Kultur
Jg 11Integrationstage – Teamarbeit und Methoden in der Oberstufe
Jg 12Studienfahrt mit profilbezogener Thematik

 

Mit unserem Methodenkonzept wollen wir verdeutlichen, dass der Erwerb von Lern- und Arbeitsstrategien genau so unverzichtbar ist wie die Aneignung von Wissen. Beide müssen sich in der unterrichtlichen Umsetzung gegenseitig verstärken.

 

Ergebnisse sowohl des fachlichen als auch des methodischen Lernens spiegeln sich wider:

  • in der Teilnahme an Vorlesewettbewerben
  • im alljährlichen politischen Gespräch mit Abgeordneten
  • in der Teilnahme an 'Jugend denkt Zukunft''
  • in der Teilnahme an 'EPXLORE SCIENCE''
  • im Betriebspraktikum in 8
  • im Betriebspraktikum in 11
  • in Ausstellungen
  • u.a.m.

 

 

2.2.4 Äußere Fachleistungsdifferenzierung

 

In der Orientierungsstufe werden die Schülerinnen und Schüler in allen Fächern gemeinsam unterrichtet. Durch Formen der inneren Differenzierung wird dem unterschiedlichen Lern- und Leistungsvermögen der Schülerinnen und Schüler Rechnung getragen. Zu dieser Form der Differenzierung kommt ab Klasse 7 die äußere Fachleistungsdifferenzierung hinzu, die die individuelle Förderung der Schülerin oder des Schülers unterstützen soll. Äußere Differenzierung bedeutet, dass Schülerinnen und Schüler einer Klasse für bestimmte Unterrichtsfächer Leistungsgruppen mit unterschiedlichen Anforderungen zugeteilt werden.

 

Um die in der Orientierungsstufe aufgebauten Beziehungen innerhalb einer Klasse zu unterstützen, erfolgt die Einstufung in Klasse 7 zunächst behutsam. In Englisch und Mathematik werden zwei Leistungskurse gebildet, die wir A-Kurs und B-Kurs nennen. Die einzelnen Lerngruppen werden kleiner, da wir aus zwei Klassen drei Kurse bilden können. In der Regel werden in Englisch und Mathematik die Schülerinnen und Schüler aus dem unteren und mittleren Leistungsbereich dem klassenbezogenen B- Kurs zugeteilt. Der A-Kurs setzt sich aus Schülerinnen und Schüler zweier Klassen zusammen, die dem oberen Leistungsbereich angehören.

 

Im Jahrgang 7 wird die Klasse im Fach Deutsch in zwei von vier Wochenstunden geteilt; so entstehen kleinere Lerngruppen, in denen eine individuellere Betreuung möglich ist.
In Klasse 8 werden – ähnlich wie in 7 in Englisch und Mathematik – auch in Deutsch zwei Leistungsgruppen gebildet. (A- und B-Kurse).

 

Ab Klasse 9 erfolgt in den Hauptfächern und in den Naturwissenschaften überwiegend eine dreigliedrige äußere Differenzierung. 

In Englisch, Mathematik und Deutsch werden Kurse auf drei Leistungsebenen gebildet: ein unterer Kurs, den wir Grundkurs (G) nennen, ein mittlerer Kurs, den wir Erweiterungskurs 1 (E1) nennen und ein oberer Kurs, den wir Erweiterungskurs 2 (E2) nennen.

Neben den oben genannten drei Fächern erfolgt auch eine äußere Leistungsdifferenzierung in den Fächern Physik und Chemie. In Chemie werden wie in den Hauptfächern Kurse auf drei Leistungsebenen gebildet. In Physik erfolgt eine Differenzierung auf zwei Leistungsebenen: Es werden Kurse auf der unteren Leistungsebene (Grundkurs G) und Kurse auf der oberen Leistungsebene (Erweiterungskurs E) gebildet.

 

Grundlage für die jeweiligen Einstufungen sind die Leistungen sowie das Lernverhalten im vorhergehenden Schuljahr.
Die Einstufung in einen Kurs bedeutet keine endgültige Festlegung. Je nach Leistungsentwicklung kann ein Wechsel (Umstufung) in einen anderen Kurs zum Schulhalbjahr oder zum Schuljahresende erfolgen.
Die Lerninhalte der Niveaukurse sind aufeinander abgestimmt, damit die Durchlässigkeit zwischen den Kursen gewährleistet ist.
Die Kurszugehörigkeit bedeutet in den Jahrgangsstufen 7 und 8 noch keine Festlegung für einen bestimmten Abschluss. Anfang der 9. Klasse werden die Weichen für die Abschlüsse gestellt, jedoch sind auch in dieser Zeit Änderungen bezüglich der Schullaufbahn möglich.

Nachstehendes Schaubild zeigt unser Differenzierungskonzept der Sekundarstufe I im Überblick:

Differenzierungskonzept

2.2.5 Leistungsbeurteilung in heterogenen Gruppen

2.2.5.1 Differenzierte Leistungsmessung

 

Die schulartübergreifende Schulordnung berücksichtigt die individuelle Förderung und damit auch die Leistungsmessung. Folgende Paragraphen geben uns darüber Auskunft, dass wir Lehrer/innen mehr Möglichkeiten haben, den Lernprozess eines Schülers/einer Schülerin in unsere Bewertung mit einzubeziehen:

 

"§ 2 Individuelle Förderung; Beratung und Unterstützung durch die Schule

(1) Jede Schulart und jede Schule ist der individuellen Förderung der Schüler verpflichtet.

(2) Bei der Gestaltung des Unterrichts sind die besonderen Belange beeinträchtigter Schüler zu berücksichtigen.

 

§ 45 Grundlagen der Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung

(1) Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung werden gemäß § 25 Abs. 1 SchulG durch die pädagogische Verantwortung und die Freiheit des Lehrers bestimmt. Schülerleistungen sind als Schritte und Resultate im Lernprozess zu sehen.

(3) Die Leistungsbeurteilung erfolgt punktuell oder epochal. Die Anzahl der Leistungsbeurteilungen kann bei den einzelnen Schülern verschieden sein.

(4) Die besonderen Belange behinderter Schüler sind zu berücksichtigen, insbesondere sind ihnen die zum Ausgleich ihrer Behinderung erforderlichen Arbeitserleichterungen zu gewähren. Satz 1 kann auch für Schüler mit besonderen Lernstörungen entsprechend angewandt werden. Das Nähere regelt das fachlich zuständige Ministerium.

 

§ 48 Leistungsbeurteilung

(1) Leistungen werden nach dem Grad des Erreichens von Lernanforderungen beurteilt. Die Beurteilung berücksichtigt den individuellen Lernfortschritt des Schülers, seine Leistungsbereitschaft und auch die Lerngruppe, in der die Leistung erbracht wird."

 

Ziel ist, in unserer Notengebung die individuelle Bezugsnorm stärker zu berücksichtigen. Wir gehen von unterschiedlichen  Lernanforderungen für verschiedene Kinder aus. Die Notengebung orientiert sich nicht nur an der gesamten Lerngruppe (Klasse oder Kurs) oder an der Sachnorm, sondern auch an dem individuellen Lernfortschritt eines Kindes. 
Bezieht man den individuellen Lernfortschritt in die Bewertung mit ein, so müssen gleiche Ergebnisse von unterschiedlichen Kindern unterschiedlich bewertet werden oder umgekehrt ausgedrückt, gleiche Noten basieren nicht auf gleichen Ergebnissen. 
Vor allem in der Orientierungsstufe und auch in den undifferenzierten Fächern der Jahrgänge 7 bis 10 werden differenzierte Klassenarbeiten geschrieben. 
Individuelle Lernfortschritte können vor allem bei den 'sonstigen' Leistungsnachweisen stärker zum Ausdruck kommen wie, z. B. bei Heft- und Mappenführung, Wochenplan, Epochalnote, produktorientierte Leistungen wie Experimente, Modelle, szenische Darstellungen u.a.m.

2.2.5.2 Die Verbale Beurteilung oder das Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräch (SELG)

 

Unser Notenzeugnis enthält in den Klassenstufen 5 bis 8 keine Mitarbeits- und Verhaltensnoten. Stattdessen findet für das Halbjahreszeugnis ein Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräch statt, zu dem ein Protokoll angefertigt wird. Vor dem Jahreszeugnis kann alternativ zum SELG eine verbale Beurteilung in Form eines Briefes verfasst werden. Sowohl das SELG-Protokoll als auch die Verbale Beurteilung sind Bestandteile des Zeugnisses.

In der 8. Klasse wird erstmals auch eine Aussage über die schulische Laufbahn (Prognose) der Schülerin oder des Schülers getroffen. Diese Schullaufbahn-Prognosen werden auch in 9 und 10 halbjährlich zum Zeugnis gegeben.

 

 

 

2.2.6 Versetzungen und Abschlüsse an der IGS Mutterstadt

 

In der Integrierten Gesamtschule rückt bis zur Klassenstufe 9 jede Schülerin und jeder Schüler am Ende des Schuljahres in die nächst höhere Klassenstufe vor. In den leistungsdifferenzierten Fächern können Umstufungen erfolgen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler erhöhten Anforderungen gewachsen erscheint oder wenn ein erfolgreiches Mitarbeiten im bisherigen Kurs nicht mehr gewährleistet ist. Will eine Schülerin bzw. ein Schüler die Klassenstufe 10 besuchen, so muss sie bzw. er versetzt werden.

 

Schülerinnen und Schüler erhalten nach Klassenstufe 9 ein Abschlusszeugnis mit der Qualifikation der Berufsreife oder die Versetzung nach Klassenstufe 10.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten nach Klassenstufe 10 ein Abschlusszeugnis mit dem qualifzierten Sekundarabschluss I oder die Berechtigung zum Übergang in Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe.
Die Schülerinnen und Schüler erhalten nach der Jahrgangsstufe 13 das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife (Abitur).

 

Die Bedingungen für Abschlüsse und Berechtigungen sind in der Schulordnung  für die öffentlichen Realschulen plus, Integrierten Gesamtschulen, Gymnasien, Kollegs und Abendgymnasien (Übergreifende Schulordnung) festgelegt.

Schwerpunkte setzen

2.3 Schwerpunkte setzen

2.3.1 Künstlerischer Schwerpunkt

 

"Es ist meine tiefe Überzeugung, dass ohne musische Erziehung Erziehung nicht gelingen kann. Musische Erziehung hat einen wesentlichen Anteil an der Ausbildung eines ausgeglichenen, kreativen, intelligenten und zu Sozialverhalten fähigen Menschen..." O. Schily 2001

 

Kunst und Kultur sind ein unverzichtbarer Bestandteil von Allgemeinbildung. Ziel des künstlerisch-kreativen Unterrichts soll sein, dass jede Schülerin und jeder Schüler seine individuellen schöpferischen Ausdrucksmöglichkeiten kennenlernt. Neugierde, Phantasie, Selbstständigkeit, Mut und Spaß sind für uns Prinzipien einer ganzheitlichen Bildung. Neben der künstlerisch-kulturellen Erziehung soll die einzelne Schülerin und der einzelne Schüler Raum für vielfältige Möglichkeiten der selbstständigen und schöpferisch praktischen Arbeit finden. Kreativität als didaktisches Prinzip fordert, das Lernen als Prozess zu begreifen, in dem selbstbestimmtes und kooperatives Lernen stattfindet. Sie setzt Wissen voraus, verlangt einen aktiven Lernprozess, verarbeitet das Gelernte und schafft Neues.
Dieser Anspruch von einer ganzheitlich-kreativen Bildung kann sicherlich nicht nur durch die beiden Fächer Kunst und Musik abgedeckt werden. Deshalb schöpfen wir an unserer Schule noch andere Möglichkeiten aus, diesem Schwerpunkt gerecht zu werden:

  • Eine große Bedeutung kommt hier dem "Darstellenden Spiel" zu, das als vierstündiges Unterrichtsfach im Rahmen des Wahlpflichtbereiches von Klasse 6 bis 10 und in der Oberstufe als Grundfach angeboten wird.
  • Um die Schülerinnen und Schüler auf dieses Fach vorzubereiten, werden in der Orientierungsstufe vielfältige Elemente des darstellenden Spiels, wie Vertrauensspiele, Rollenspiele, szenisches Erarbeiten, in den Unterricht mit einbezogen.
  • Im Rahmen des Projektunterrichts werden Themeneinheiten zum "Darstellenden Spiel", wie z. B. Körpertheater und Zirkus eingebracht.
  • Fächerübergreifende Projekte, wie zum Beispiel das Thema Märchen, Kinder der Welt, mittelalterlicher Markt  u.a.m., beziehen in hohem Maße den künstlerisch-kreativen Bereich mit ein.
  • Innerhalb des Wahlpflichtangebotes können die Schülerinnen und Schüler auch das Fach "Kunsthandwerk" mit zwei alternativen Schwerpunkten wählen.
  • In den Klassen 9 und 10 wird, wenn möglich, das Fach "Kunst und Design" als Wahlfach angeboten.
  • In der Oberstufe, also in den Klassen 11 bis 13, kann eine Schülerin oder ein Schüler durch die Wahl des Profils "Kultur" einen künstlerischen Schwerpunkt setzen.
  • Durch eine vielfältige Gestaltung des Lernumfeldes wie Klassenräume, Flure und Schulhof, können künstlerische Akzente gesetzt werden.
  • In Zusammenarbeit von Lehrkräften und Eltern werden Arbeitsgemeinschaften aus dem Bereich Musik, Kunst/Handwerk und Theater angeboten.
  • Theater, Museumsbesuche sowie die Zusammenarbeit mit außerschulischen Einrichtungen bieten vielfältige Möglichkeiten, Kultur zu erfahren.

 

 

2.3.2 Der Wahlpflichtbereich

 

Der Wahlpflichtunterricht bietet dem einzelnen Kind die Möglichkeit, Leistungsschwerpunkte zu setzen. Im Laufe des ersten Halbjahres von Klassenstufe 6 wählt die Schülerin oder der Schüler aus nachstehendem Fachangebot einen Schwerpunkt aus:

  • Darstellendes Spiel
  • Kunsthandwerk (Schwerpunkt Technik und Schwerpunkt Kunst)
  • Ökologie
  • Ernährung, Wirtschaft, Gesundheit
  • Französisch
  • Latein

Die individuellen Neigungen, Interessen und Fähigkeiten der Schülerin oder des Schülers sollen entscheidend für die Wahl des Faches sein. Durch die Wahl eines Faches im Wahlpflichtbereich wird keine vorzeitige Entscheidung über den Schulabschluss oder die Berufswahl getroffen.
Der in der 6. Klasse gewählte Schwerpunkt bleibt bis zur 9. bzw. 10. Klasse verbindlich.

 

Nachstehend werden die einzelnen Fächer kurz beschrieben:

Darstellendes Spiel

Wer Lust und Interesse am gemeinsamen Spielen in der Gruppe oder am Theaterspielen hat, ist genau richtig im Wahlpflichtfach Darstellendes Spiel. Offen sein, mit sich und seinem Körper zu arbeiten, gemeinsam mit anderen in der Gruppe szenische Ergebnisse mit den verschiedenen Elementen des Theaters zu entwickeln und Spielergebnisse in der Schulöffentlichkeit zu präsentieren, sind nur einige Ziele, die dieses Fach beinhalten.

Über verschiedene Spiele, Übungen und kleinere szenische Darstellungen lernt die Gruppe sich in der 6. Klasse intensiver kennen und sich gegenseitig zu vertrauen. Im Verlauf der 7. Klasse folgen erste szenische Kleinprodukte zu schülerorientierten Themen. Die Gruppe reift zu einem spielfähigen Ensemble heran.

Die so gelernten Theatertechniken und Methoden, persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten werden nun in den Klassen 8 bis 10 weiter ausgebaut. Gemeinsam werden größere Theaterprojekte zu selbstgewählten Themen aus der Erfahrungswelt der Jugendlichen erarbeitet. Ideen szenisch entwickeln, ausprobieren, proben, präsentieren und sich darüber austauschen sind notwendige Arbeitsschritte. Auch handwerkliche Überlegungen und Arbeiten aus den Bereichen Licht-, Ton- und Bühnentechnik sowie die Herstellung von Requisiten und Kostümen gehören zum Aufgabenbereich. Theaterbesuche und -erkundungen ergänzen und unterstützen die Vielfalt des Faches Darstellendes Spiel.

Herausforderung annehmen, Naheliegendes und Gewohntes hinterfragen, Ungewohnrtes erkunden und Neues entdecken und dabei spielerisch kreativ denken, handeln und reflektieren können, sind wichtige Grundgedanken der szenischen Projektarbeit.

Der Lehrplan der Sekundarstufe 1 fasst es so zusammen:

„Darstellendes Spiel fördert in besonderem Maße persönlichkeitsbildende Kompetenzen, wie Ich-Kompetenz, soziale und kommunikative Kompetenz.“

Wir freuen uns auf interessierte und spielwillige Schülerinnen und Schüler.

Kunsthandwerk

Der Boden, auf dem sich das Kunstgewerbe und das Kunsthandwerk entwickelten, ist das Handwerk. Traditionell gehören dazu hauptsächlich Schmiedearbeiten, Schnitzereien, Glas-, Leder- und Emaillearbeiten, Textil- und Buchkunst, Keramik, Raumkunst und künstlerisch gearbeitetes Mobiliar. Die Produkte sind nicht rein als Werkstücke handwerklicher Fertigkeit zu sehen, sondern verfolgen auch einen künstlerischen Anspruch. Die Lernziele liegen in der Materialerfahrung, in der Formgebung und dem künstlerischen Gestalten eigener Produkte, aber auch in der Beurteilung der Produkte anderer.

 

In diesem Fach soll die Projektarbeit vorherrschen. Projekte in Klasse 6 können sein: Spielzeug aus Holz, Keramik und Töpfern, Berufe rund ums Buch, Schmuck, ... – Bei entsprechenden Projekten bieten sich Unterrichtsgänge ins Museum oder Theater und Besichtigungen verschiedener Betriebe an. 

 

Themenschwerpunkte in den Klassenstufen 6 - 10

  • Sicherheit im Werkunterricht
  • Schwerpunkt Holz- und Kunststoffarbeiten 
  • Umgang mit Werkzeugen, Bohrmaschine
  • Technisches Zeichnen
  • Schwerpunkt Metallarbeiten, Umgang mit Werkzeugen u. Maschinen
  • Mode und Design, Kleinmöbelbau
  • Bauen und Wohnen, Design
Ökologie

Ökologische Zusammenhänge zu sehen und zu erkennen ist heute mehr denn je von großer Bedeutung. Dabei geht es um Fragestellungen, wie Lebewesen voneinander und von Umweltbedingungen abhängen, wie sie sich an ihre Lebensräume anpassen und welche Folgen die Eingriffe des Menschen in das natürliche Gleichgewicht haben.  Mit Hilfe naturwissenschaftlicher Verfahren sollen die Schüler/innen die Folgen ihres Handelns für Natur und Landschaft ermessen lernen. Die Schülerin oder der Schüler soll aus den gewonnenen Kenntnissen und Erfahrungen befähigt werden, für sich und für die Gesellschaft Änderung von Einstellungen und Handlungen einzufordern.

 

Themenschwerpunkte in den Klassenstufen 6 - 10

  • Der Teich ein Ökosystem
  • Lebensgrundlage Boden
  • Chemie im Alltag – Reiniger, Kosmetika
  • Bauen und Wohnen
  • Selbstständig mobil im Alltag
  • Energie, Energieversorgung, alternative Energiequellen
  • Luft und Klima
  • Großräumige Ökosysteme
  • Genetik - Gentechnik - Gen-Ethik
  • Umweltpolitik
  • Nachhaltigkeit

In den verschiedenen Projekten soll mit einzelnen Verbänden, öffentlichen Einrichtungen und Betrieben zusammengearbeitet werden.

Ernährung - Wirtschaft - Gesundheit

Ernährung - Wirtschaft - Gesundheit ist ein Fach, in dem das praktische Tun mit entsprechenden ökonomischen, sozialen, ökologischen und technischen Fragestellungen verbunden wird. Das Fach bietet den Schülerinnen und Schülern die Chance, sich in der Lerngruppe handlungs- und projektorientiert mit Alltagsproblemen und Lebenssituationen aus den Bereichen Haushalt, Beruf, Gesellschaft und Umwelt auseinanderzusetzen. Die unmittelbare Erfahrungswelt, nämlich der Haushalt, zu sehen auch als Betrieb, in dem jedes Kind aufwächst, wird unter verschiedenen Gesichtspunkten durchleuchtet, u.a. auch als Teil der Wirtschaft und Gesellschaft.

Nahrungszubereitung und gesunde Ernährung sind nur Beispiele, Handlungsabläufe richtig zu planen und durchzuführen, sowie Konsum und Produktion in Zusammenhang mit Naturkreisläufen zu sehen.

Mit dem Erwerb von Methodenkompetenzen wie z.B. Planungen von Vorhaben, Anleitungen lesen, umsetzen und verfassen können, Umgang mit Geräten u.a. auch dem Computer ...,  werden grundlegende Qualifikationen angebahnt, die zur Lebens- und Berufsbewältigung beitragen.

 

Themenschwerpunkte in den Klassenstufen 6 - 10

  • Mensch und Arbeit – Begriff Arbeit
  • Richtiges Haushalten – (k)ein Problem
    verschiedene Arbeiten im Haushalt – Fertigkeitsstufen der Nahrungszubereitung  – Ernährungskreis – saisonal und regional einkaufen 
  • Energie sparen 
  • Nutzen elementarer Funktionen einer ausgewählten Anwendersoftware, Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Computer 
  • Fit durch richtige Ernährung! Man ist, was man isst!
  • Finanz- und wirtschaftspolitische Zusammenhänge
Französisch

"Schulzeit ist Sprachenlernzeit!" – Die Europäische Kommission fordert: Neben der Muttersprache soll der europäische Bürger mindestens zwei moderne Fremdsprachen beherrschen.

Englisch ist unumgänglich und selbstverständlich – Französisch stellt eine zusätzliche Qualifikation dar.

Zur Bedeutung des Französischen:

  • Französisch wird in vier unserer Nachbarländer gesprochen: in Frankreich, Belgien, Luxemburg und in der Schweiz.
  • Französisch ist eine Brückensprache zu anderen romanischen Sprachen, z. B. Italienisch, Spanisch, Portugiesisch.
  • Französisch und Englisch sind neben Deutsch die meist gesprochenen Sprachen Europas.
  • u.a.m

Zu den Bildungs- und Berufschancen:

  • Deutschland und Frankreich sind füreinander die wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Partner.
  • Die EU bietet zahlreiche Austauschprogramme mit Frankreich im Bereich von Schule, Hochschule und im Beruf an.

Der Französischunterricht ab Klasse 6 zielt darauf ab, allen Schüler/innen bis zur Klasse 10 die Basis zu schaffen, damit sie die genannten Bildungs- und Berufschancen positiv für sich nutzen können. In erster Linie werden Französischkenntnisse vermittelt, die eine Verständigung und den Kontakt mit französisch sprechenden Menschen ermöglichen. Die Schüler/innen erwerben im Sinne des interkulturellen Lernens landeskundliche Informationen über Frankreich, die ihr Verständnis für die französische Kultur und die Menschen fördern. Dadurch wird eine Bewusstheit für das eigene Verhalten, die eigenen Ansichten und deren Relativierung erreicht.

 

Im Einklang mit dem pädagogischen Konzept unserer Schule kennzeichnen folgende Merkmale den Französischunterricht:

individuelle Förderung, Stationenlernen, Arbeit mit Tagesplänen und Portfolios, intensive Partnerarbeit, dialogische Übungen, Rollenspiele und szenische Darstellungen, Kleinprojekte, z. B. französisch Kochen.

 

Zusätzlich bieten wir an außerunterrichtlichen Aktivitäten:

  • einen Schüleraustausch mit dem Collège Louis Pasteur in Oignies (Région Nord)
    ab Klasse 7
  • den Besuch von französischsprachigen Theatervorführungen
  • Aktivitäten mit dem France Mobil
  • französischsprachige Filmvorführungen (OmU)

Durch den Unterricht in den Klassenstufen 6 bis 10 erhalten die Schülerinnen und Schüler, die in der Oberstufe Französisch weiterführen wollen, eine solide Grundlage für eine vertiefte Beschäftigung mit der französischen Sprache, Literatur und Kultur.

Latein

Latein führt in die Sprache, die Lebenswelt und die Denkmodelle der römischen Antike ein und gibt damit Einblicke in die prägenden kulturellen, historisch-politischen und ethischen Wurzeln Europas.

Im Mittelpunkt jeder Lektion stehen sprachliche und inhaltliche Erschließung, Übersetzung und Interpretation des lateinischen Textes. Der umfangreiche und abwechslungsreiche Aufgabenteil bietet Übungen zur Textarbeit, zur Einübung von Formen, Satzstrukturen und Wortschatz und schult Methodenkompetenzen. Die lateinischen Lektionstexte werden durch altersgerecht verfasste deutsche Sachtexte ergänzt und decken ein breites Spektrum antiker Themen ab. Jährliche Exkursionen nehmen diese Themen auf unter dem Motto "Antike zum Anfassen".

Neben dem Erlernen von Grammatik und Erschließen von lateinischen Texten gehen die Schüler also – und das ist wichtig – auf Entdeckungsreise in das antike Rom, die Wiege unserer europäischen Kultur. Römischer Alltag, römische und griechische Mythologie und Geschichte sowie die kulturellen und geistigen Errungenschaften sind Themen des Unterrichts. Latein ist somit als Sprech- und Kulturfach definiert.

Die Beschäftigung mit Latein trägt zu einer Sensibilisierung für die Muttersprache bei, indem die Schüler/innen erfahren, wie Sprache funktioniert, sie bildet als Basissprache Europas die Brücke zu vielen Fremdsprachen und erleichtert den Zugang zu wissenschaftlichen Fachsprachen.

Im Rahmen des Lateinunterrichts können das Latinum und das Große Latinum erworben werden. Dazu werden nach der Grammatikphase ab Klasse 10 römische Autoren im Original gelesen. 

Latein hat nach 2000 Jahren noch viel zu bieten.

 

Ganzheitliches Lernen

2.4 Ganzheitliches Lernen

John Dewey: "ein Gramm Erfahrung ... besser als eine Tonne Theorie."

 

Lernen über das Fach hinaus, anwendungsbezogen und in erlebbaren Zusammenhängen, ist ein wichtiges Ziel des Projektunterrichts. Durch Vereinbarung konkreter Vorhaben sollen die Schülerinnen und Schüler zunehmend den Lehr- und Lernprozess selbst organisieren.

Nachstehend sind in Kurzform die Projektmerkmale aufgelistet:

 

P Produktorientierung

R Realitätsbezug, Lebenswirklichkeit

O Orientierung an den Interessen und Bedürfnissen

J Ja zur Kooperation und sozialem Lernen

E Ein Thema wird zur "Tat"-Sache – Handlungsorientierung

K Kenntnisse und Einsichten, die fach- und lernbereichsübergreifend sind

T Tätigkeiten und Resultate werden präsentiert.

 

Das 'Projektlernen' wird zum einen als Arbeitsform im Rahmen des Fachunterrichts berücksichtigt, zum anderen sind im Stundenplan der Klassen 5 bis 7 zwei Wochenstunden für das Fach 'Projekt' ausgewiesen, in den Jahrgängen 8 und 9 jeweils eine Stunde. In Klassenstufe 10 sind ein bis drei Projekttage eingeplant. In den Jahrgangsstufen 11 bis 13 werden innerhalb jedes Profils Projekte durchgeführt.

 

Alle Schülerinnen und Schüler eines Jahrganges haben zeitgleich (z. B. Mittwoch 5./6. Stunde) das Fach Projekt. Somit können Projekte klassenbezogen oder klassenübergreifend durchgeführt werden.

Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass Schülerinnen und Schüler von Anfang an in der Lage sind, Projektthemen selbst zu wählen und selbstständig zu bearbeiten. Dazu bedarf es eines Lernprozesses, der sich über die gesamte Sekundarstufe I erstreckt. Methoden des selbstständigen Arbeitens, das Finden geeigneter Themen, das Strukturieren eines Themenbereiches und die daraus resultierenden konkreten Aufgabenstellungen sowie die Reflexion über die Arbeit müssen intensiv geübt und gelernt werden. Aufgrund dieser Überlegungen werden in der Orientierungsstufe mehr oder weniger Rahmenthemen des Projektunterrichts vom Team vorgegeben. Später sollen dann zunehmend selbst gewählte Projekte bearbeitet werden, die sich sowohl auf die Unterrichtsthemen als auch auf die persönlichen Interessen und Neigungen der Schüler und Schülerinnen beziehen können.

 

Für die Themenfestlegung in 5/6 gibt es unterschiedliche Aspekte:

  • Es gibt Projekte, die sich aus der Situation ergeben. So steht zu Beginn der 5. Klasse das Projekt "Wir richten uns ein". Die wöchentliche Doppelstunde dient dazu, konkret zu planen, die Arbeit einzuteilen, die Arbeit zu präsentieren. Für die konkreten praktischen Ausführungen können noch Fachstunden der Tutoren hinzu  kommen.
  • Lehrkräfte schlagen Themen vor, die nur in diesen beiden Stunden bearbeitet werden, so zum Beispiel das Projekt  "Zirkus". Die Unterthemen finden die Kinder selbst; auch können sie entscheiden, wo sie mit wem zusammenarbeiten.
  • Es wird ein fächerübergreifendes Thema ausgewählt. Z. B. sind bei dem Projekt "Kinder der Welt" neben den beiden Projektstunden die Fächer Deutsch, Gesellschaftslehre, Religion/Ethik, Kunst, Musik und Naturwissenschaften beteiligt.
  • Andere Projekte ergeben sich aus dem Lehrplan eines Faches. So erscheint es uns sinnvoll, das Thema "Sexualität" in Klasse 6 nicht nur auf das Fach Naturwissenschaften (NW) zu beschränken, sondern hier bietet es sich an, die vielfältigen Aspekte und Inhalte dieses Themas auf mehrere Fächer zu verteilen.

 

In den Jahrgangsstufen 5 bis 10 gibt es verpflichtende Projekte und freie Projekte. Verpflichtend ist dabei das Überthema jedoch nicht die Ausgestaltung des Themas. 

Verschiedene Aspekte spielten für die Themenwahl eine Rolle:

  • Projekte sollen Raum für musisch- und künstlerisch-kreatives Handeln geben.
  • Projekte bieten die Möglichkeit, dem Aspekt 'gesund leben und lernen' gerecht zu werden.
  • Fächer wie Gesellschaftslehre oder Naturwissenschaft bieten Themen, von denen Teilaspekte sehr gut im Projektunterricht umgesetzt werden können.

Die Projektarbeit wird durch das Fach 'Projekt' im Unterrichtsalltag selbstverständlicher, es stellt häufig ein Bindeglied zwischen den Fächern dar. 

Das gemeinsame Unterrichten der beiden Tutoren erfordert entsprechende Absprachen. Die Stunden müssen gemeinsam geplant werden, man lernt voneinander, gibt sich Ideen, teilt sich die Vorbereitung auf, muss Konflikte bewältigen. Darüber hinaus tauscht man sich viel häufiger über "seine" Schülerinnen und Schüler aus.

Die gemeinsame Planung der Projekte im Team fördert die Kooperation zwischen den Lehrerinnen und Lehrern und erleichtert somit die Arbeit. Da sich die Tutoren in viele Themen zunächst einarbeiten müssen, ist ein Austausch unumgänglich.

 

Das nachstehende Schaubild zeigt einen Überblick über die Projektthemen in den Klassenstufen 5 bis 10.

 

Projektthemen in der Sekundarstufe I
Öffnung von Schule

2.5 Öffnung von Schule

"Innerschulische und außerschulische Lebenswelten" werden in der "geöffneten Schule" "verschränkt", "verknüpft", "vernetzt".

Elternverein, NRW 2003

 

Die Integrierte Gesamtschule Mutterstadt versteht sich als Schule, die sich ihrem Umfeld öffnet. Öffnung von Schule ist als Chance zu verstehen, schulisches Lernen stärker auf die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen zu beziehen.

 

Öffnung von Schule zeigt sich:

  • Innerschulisch als Mitbestimmungs- und Gestaltungsprozess aller an der Schule Beteiligten. 
  • Außerschulisch als Integration außerschulischer Lernfelder und Zusammenarbeit mit Institutionen, Wirtschaft und Verbänden.
Schule öffnet sich, indem sie 'Experten' in den Unterricht einlädt.  

Eine große Bedeutung kommt der Mitarbeit der Eltern zu, die durch ihr Engagement Schule mitgestalten und in vielen Fragen mitbestimmen können.
Neben den gesetzlich verankerten Gremien wie Klassenelternversammlung, Schulelternbeirat und Schulausschuss erstreckt sich die Elternarbeit auch auf andere Bereiche:

  • Eltern bieten am Dienstag- und Donnerstagnachmittag Arbeitsgemeinschaften an, z.B. Töpfern, Fußball, Theater, Computer.
  • Eltern kochen an den Mittagen, an denen Arbeitsgemeinschaften stattfinden, damit die Schüler/innen eine warme Mahlzeit zu sich nehmen können.
  • Die Mithilfe der Eltern ermöglicht auch den offenen Beginn. Die Schule ist für die Kinder ab 7.30 Uhr geöffnet. Bis zum Unterrichtsbeginn können die Schülerinnen und Schüler miteinander erzählen, lesen, spielen oder sie richten ihre Sachen für den Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler werden von Eltern und Teamlehrkräften in dieser Zeit betreut. 
  • Interessierte Eltern arbeiten in der Konzeptgruppe mit, in der die Schwerpunkte der schulischen Arbeit diskutiert, ergänzt bzw. überarbeitet werden.
  • Häufig wirken auch Eltern bei Unterrichtsvorhaben im Projekt mit, um vor allem auch praktische Arbeiten zu unterstützen. Sie sind auch Fachleute bei dem Thema "Berufe kennen lernen".
  • Die schuleigene Bibliothek wird von einer Gruppe aus Eltern organisiert, verwaltet und betreut, so dass regelmäßige Öffnungszeiten möglich sind.
  • Viele Eltern wirken im Freundeskreis der Schule mit, der bei Vorhaben der Schulgemeinschaft sehr aktiv ist, z. B. Schulfeste, Tag der offenen Tür, Adventsbasar, Begrüßung der neuen Eltern.
offene Schule

Personen aus Vereinen, Initiativen, außerschulischen Institutionen bereichern und unterstützen die pädagogische Arbeit und das Schulleben.

  • Aus dem Bereich Arbeit, Soziales und Kultur werden Fachleute zu bestimmten Unterrichtsthemen eingeladen. 
  • Ein/e Vertreter/in des Arbeitsamtes informiert die Klassen über Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten und steht zu regelmäßigen Beratungsgesprächen zur Verfügung. 
  • Das Fach Darstellendes Spiel arbeitet häufig mit Theaterbühnen zusammen. Zu Theateraufführungen werden verschiedene Gruppen eingeladen.
  • In Ausstellungen aus dem Bereich Kunst und Kunsthandwerk präsentieren wir Gästen die Arbeit der Schülerinnen und Schüler.
  • Vertreter aus Sport, Politik, Verwaltung und Wirtschaft werden bei der Gestaltung des Unterrichts miteinbezogen.

 

Schule öffnet sich, indem Schülerinnen und Schüler außerschulische Lernorte aufsuchen. 

Die IGS Mutterstadt nutzt Angebote und Möglichkeiten in ihrer näheren und weiteren Umgebung als Lernanlässe oder Lernorte:

  • Besuch von Museen und Ausstellungen
  • geschichtliche Schauplätze
  • politische Schauplätze, wie z.B. der Landtag
  • Erforschungen und Erkundungen in der Natur, wie z.B. Gewässerproben am nahe gelegenen See, Beobachtungen im Wald, Pflanzenbestimmungen
  • Teilnahme an Gemeinderatssitzungen oder Gerichtsverhandlungen
  • Teilnahme an Theaterworkshops im Pfalzbau oder Schnawwl Mannheim
  • Theater- und Musikaufführungen als kulturelle Veranstaltungen in der Gemeinde verkörpern ein Stück Schulleben
  • Kennenlernen öffentlicher Einrichtungen wie Bibliothek und Arbeitsamt
  • Von Bedeutung für die Öffnung von Schule ist der Austausch mit Schülerinnen und Schülern aus anderen Ländern. Partnerschaften bestehen mit Schulen in Myszkow (Polen), Oignies (Frankreich) und Southampton (England).
  • Betriebserkundungen
  • Mehrtägige Projekte in einem Betrieb, wie z. B. das Projekt 'Jugend denkt Zukunft'

In den Klassenstufen 8 und 11 wird jeweils ein 14-tägiges Betriebspraktikum durchgeführt. Ziel dieses Praktikums ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Arbeitswelt kennen lernen und eine Orientierungshilfe für ihre Schullaufbahn sowie ihre Berufswahl erhalten.

 

Durch die Öffnung von Schule wirkt die Schule der Trennung von Lebenswelten entgegen und ermöglicht ein Lernen in Sinnzusammenhängen.

Der organisatorische Rahmen

3. Der organisatorische Rahmen unserer Schule

3.1 Überblick über die Unterrichtsorganisation

 

Individuelle Förderung von Kindern
Gemeinsames Lernen
Chancenausgleich
Demokratische Schule
Kinder- und elternfreundliche Schule
Persönlichkeitsentwicklung
Integration
Persönlichkeitsbildung


Klasse 5/6

Gemeinsames Unterrichtenin allen Fächern (außer Religion/Ethik und Wahlpflichtfach)

Innere Differenzierung – verschiedene Aufgabenstellungen, Methoden, Lernmaterialien, Sozialformen, offene Lernformen wie z. B. Tages-, Wochenplan, Stationenlernen, Freiarbeit, Projektarbeit, praktisches Tun

Klassenrat, Methodentraining, Projekt, Integrationsfahrt Anfang 5

Verbale Beurteilungen oder SELG-Protokoll als Bestandteil des Zeugnisses 5 - 8

Fortführung und Vertiefung der Arbeitsweisen von 5/6 in allen Jahrgangsstufen

Wahlpflichtfach: Französisch, Latein, Ökologie, Darstellendes Spiel, Kunsthandwerk, Ernährung–Wirtschaft–Gesundheit

 

Klasse 7

Bildung von Leistungsgruppen in Mathematik und Englisch auf zwei Niveaus

Klassenrat, Projekte, Klassenfahrt Anfang 7 zur Stärkung des Klassenverbandes


Klasse 8

Bildung von Leistungsgruppen in Deutsch auf 2 Niveaus

14-tägiges Betriebspraktikum, Berufskunde, erstmals Prognose in 8.1 bezüglich der Schullaufbahn und Abschlüsse.

Austausch Frankreich, England

Klassenrat, Projekt

 

Klasse 9

Bildung von Leistungsgruppen in Deutsch, Mathematik, Englisch, Chemie auf 3 Niveaus, Physik auf 2 Niveaus

Wahlfach (wenn möglich): Computer- und Informationstechnik, Kunst/Design, Sport, Spanisch

Schullaufbahn- und Berufsberatung

KlassenratProjekt

Abschluss der Berufsreife, Versetzung von 9 nach 10

 

Klasse 10

Schullaufbahn-, Berufsberatung 
Klassenrat, Projekttage, Studienfahrt Berlin
Qualifizierter Sekundarabschluss I, Übergang von 10 nach 11

 

Klassen 11 - 13

Schwerpunktsetzung durch Profile im Rahmen der gymnasialen Oberstufe:
Kultur – Ökologie – Mathematik, Politik und Wirtschaft
Studienfahrt, Betriebspraktikum, Berufs- und Studienberatung, Abitur

Die Stundentafel

3.2 Die Stundentafel der IGS Mutterstadt

Stundentafel der IGS Mutterstadt ab 2008/2009
Stundenplan

3.3 Abschlüsse und Abschlussbedingungen

3.3.1 Abschlüsse

An der Integrierten Gesamtschule können folgende Abschlüsse und Berechtigungen erworben werden:

 

nach dem Besuch der Klassenstufe 9:

  • der Abschluss der Berufsreife (ehemals Hauptschulabschluss)
  • die Versetzung nach Klassenstufe 10

 

nach dem Besuch der Klassenstufe 10:

  • der qualifizierter Sekundarabschluss I (ehemals Realschulabschluss) 
  • die Berechtigung zum Übergang in die Jahrgangsstufe 11 der gymnasialen Oberstufe

 

nach Klassenstufe 13:

  • die allgemeine Hochschulreife (das Abitur)

 

 

 

3.3.2 Abschlussbedingungen

 

Nachstehend sind die Bedingungen für die Abschlüsse der Sekundarstufe, für die Versetzung von 9 nach 10 und den Übergang von 10 nach 11 aufgeführt.

 

Für die verschiedenen Abschlüsse/übergänge  müssen am Ende von Klasse 9 bzw. Klasse 10 Niveaubedingungen und Notenbedingungen erfüllt sein:

Abschluss der Berufsreife
Niveaubedingungen:Es werden die Noten der G-Kurse zugrunde gelegt. Noten im E1-Kurs werden um eine Notenstufe, Noten im E2-Kurs um zwei  Notenstufen besser gewertet.
Notenbedingungen:

In den differenzierten und nicht differenzierten Fächern liegen die Leistungen in nicht mehr als zwei Fächern unter ausreichend.
Es dürfen keine unter ausreichend liegende Noten in den Fächern Deutsch und Mathematik vorkommen.  

Versetzung von Klasse 9 nach Klasse 10
Niveaubedingungen:Teilnahme an mindestens zwei E1- Kursen in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Chemie
Notenbedingungen:

in differenzierten Fächern:
Es werden die Noten der E1/E- Kurse zugrunde gelegt. Noten im G-Kurs werden um eine Notenstufe schlechter, Noten im E2-Kurs um eine  Notenstufen besser gewertet.
mindestens Note 4 bei Teilnahme an E1- oder E-Kursen

in nicht-differenzierten Fächern:
mindestens Note 4

 

Wird ein Schüler der Klassenstufe 9 aufgrund einer Note nicht versetzt, so kann eine Nachprüfung erfolgen, wenn die Verbesserung um eine Notenstufe in diesem Fach zur Versetzung führen würde. Über die Zulassung zur Nachprüfung entscheidet die Kurslehrerkonferenz.

Qualifizierter Sekundarabschluss I
Niveaubedingungen:Teilnahme an mindestens zwei E1- bzw. E-Kursen

Notenbedingungen:

in differenzierten Fächern:
Es werden die Noten der E1/E- Kurse zugrunde gelegt. Noten im E2-Kurs werden um eine Notenstufe besser gewertet.
mindestens Note 4 bei Teilnahme an E1- oder E-Kursen
in nicht-differenzierten Fächern:
Note 3 in mindestens zwei Fächern, ansonsten mindestens Note 4

Wichtiger Hinweis: In Abschlusszeugnissen darf keine Umrechnung der Noten und kein Hinweis auf das besuchte Kursniveau erfolgen.

Übergang in die gymnasiale Oberstufe
Niveaubedingungen:Teilnahme an mindestens zwei E2-Kursen in den Fächern Deutsch, Englisch oder Mathematik und einem E2-Kurs oder E-Kurs in den übrigen differenzierten Fächern. 

Notenbedingungen:

in differenzierten Fächern:
bei Teilnahme an E2-Kursen mindestens Note 4
bei Teilnahme an E1- oder E-Kursen mindestens Note 3
in nicht-differenzierten Fächern:
mindestens Note 4 und Notendurchschnitt besser als 3,5. 
Wird eine Berechtigung nicht erteilt, kann eine Prüfung abgelegt werden.


Zusammenstellung: Anne Kassel & Wilfried Radloff, © IGS Mutterstadt, Februar 2000

Überarbeitung: Anne Kassel (Mai 2010), Petra Ebeling-Grabicki und Petra Hann (Januar 2018)

Zeichnungen: Tina Numberger